Interview mit den Initiatoren der Kampagne „Generation Rauchfrei“ | MedCareer.eu

Interview mit den Initiatoren der Kampagne „Generation Rauchfrei“

„Generation Rauchfrei“ ist eine Informations- und Mobilisierungskampagne von jungen Menschen, die sich für eine rauchfreie Gastronomie aussprechen.

„Generation Rauchfrei“ ist eine Informations- und Mobilisierungskampagne von jungen Menschen, die sich für eine rauchfreie Gastronomie aussprechen. Die Kampagne beschränkt sich bewusst auf das Verbreiten von evidenz-basierten Fakten zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit und dem Steigern der persönlichen Motivation von vor allem jungen Leuten. In einem Interview haben wir die Initiatoren des Projekts „Generation Rauchfrei“ zu ihren Beweggründen und Zielen befragt. 

Wie und aus welchen Gründen ist die Idee von „Generation rauchfrei“ entstanden? Wer steckt hinter dem Projekt?

Die Idee und erste Aktionen von „Generation Rauchfrei - Es liegt an dir“ entstanden schon im Februar 2018. Der offizielle Webpagelaunch und Kampagnenstart fand anlässlich des Weltnichrauchertages am 31.Mai statt, zu dem es von uns auch eine Pressekonferenz in Wien gab.

Die Initiative wurde von den zwei ehrenamtlichen Vereinen der Austrian Medical Students’ Association (AMSA) und dem Akademischen Fachverein Österreichischer Pharmazeut_innen (AFÖP) als Hauptorganisationen gestartet. Das Team ist mittlerweile schnell gewachsen und hat auch Unterstützer_innen von anderen Studienrichtungen, Arbeitsbereichen oder Organisationen erhalten.

Unsere Motivation basiert darauf, dass wir als Studierende aus dem naturwissenschaftlichen und Gesundheitsbereich die Aufhebung des Rauchverbots aufgrund der uns an der Hochschule gelehrten Fakten nicht nachvollziehen können. Wir als junge Studierende wollten nicht hinnehmen, dass Österreich das Schlusslicht Europas ist, wenn es um Nichtraucher_innenschutz geht. Bei unserer eigenen Gesundheit sollte die wissenschaftliche Evidenz immer im Vordergrund stehen und wir dürfen  hier als Gesellschaft keine Kompromisse eingehen. Deshalb setzen wir uns für eine rauchfreie Gastronomie ein.

Welches Ziel verfolgt ihr mit „Generation rauchfrei“ und wie möchtet ihr dieses erreichen?

Wir möchten Verantwortung für die Gesundheit unserer und nachfolgender Generationen übernehmen und 300.000 Österreicher_innen zur Unterstützung unserer Kampagne und Unterzeichnung des Don’t Smoke Volksbegehren Anfang Oktober 2018 bewegen. Dafür möchten wir sowohl online über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram, sowie unseren Newsletter, als auch offline mit Mitmachpaketen, sowie auf der Straße und auf verschiedenen Events durch Flyer- und Informationsaktionen mit evidenz-basierten Fakten direkt mit der Bevölkerung in Kontakt kommen, für das Thema sensibilisieren und zur aktiven Unterstützung der Kampagne und des Don’t Smoke Volksbegehren ermutigen.

In der Pressekonferenz habt ihr Crowd- und Mitmach-Pakete angesprochen? Sind diese bereits verfügbar? Wie kann man daran teilnehmen?

Unser Crowdfunding hat Ende Juli gestartet und ist für uns ein wichtiger Teilaspekt der Finanzierung, um eine möglichst effiziente Kampagnengestaltung und die Finanzierung von Mitmachpaketen mit Informationsmaterialien zu ermöglichen. Um das Ganze ein bisschen transparenter zu gestalten, haben wir für unsere Unterstützer_innen ein paar konkrete Beispiele zusammengestellt, aus denen sie auswählen können. Eines dieser Beispiele ist unser Gaststätten-Package, bei dem sie für 100€ Unterstützung uns dabei helfen,1000 Bierdeckel, Plakate und Flyer für unsere Kampagne in Gaststätten zu finanzieren. Jede_r Interssierte hat unabhängig von einer Spende die Möglichkeit unseren Mitmachbereich auf der Homepage zu besuchen und sich dort das passende Do-It-Yourself Paket zu holen. Von einfachen Factsheets oder Flyervorlagen bis hin zu speziellen Baukästen für Lokale und Ärzt_innenpraxen. Weiters arbeiten wir gerade an einer interaktiven Karte auf unserer Seite www.generationrauchfrei.at um die nächsten rauchfreien Events zu finden.

Wie wollt ihr möglichst viele Menschen zur Unterstützung des „Don’t Smoke“ Volksbegehren mobilisieren?

Durch das Bewusstsein schaffen über die gravierenden Auswirkungen, denen viele Menschen tagtäglich durch Passivrauch ausgesetzt sind. Dafür wollen wir mit den Menschen in Österreich direkt in Kontakt treten. Das schaffen wir einerseits über Partnerinstitutionen wie z.B andere Jugendorganisationen, Gaststätten, Eventbetreiber_innen, die wiederum selbst in ihren Netzwerken zur aktiven Unterstützung mobilisieren, als auch durch durchgehende Präsenz online und offline bis zur Eintragungswoche Anfang Oktober 2018 und durch aktive Einbindung aller interessierten Helfer_innen in unserer Kampagne. Außerdem möchten wir allen, denen Nichtraucher_innenschutz auch am Herzen liegt, Fakten liefern, mit denen man im eigenen Umfeld die Vorzüge rauchfreier Lokale argumentieren und bewerben kann und somit selbst zur treibenden Kraft für das Don't Smoke Volksbegehren wird.

Wie kann man euch und euer Projekt unterstützen?

Wenn man es nicht schon getan hat, ist der erste Schritt sicher sich die erste Oktoberwoche fett im Kalender zu markieren, um das Don’t Smoke Volksbegehren zu unterzeichnen und sich eventuell dafür zur Arbeitserleichterung die Handysignatur zu holen. Würden alle, die schon das Volksbegehren unterschrieben haben, eine einzige weitere Person überzeugen, hätten wir schon deutlich mehr als 900.000 Unterschriften für das Rauchverbot. Deshalb freuen wir uns, wenn Unterstützer_innen im eigenen Umfeld über uns und das Rauchverbot erzählen, Familie und Freund_innen beim Einrichten der Handysignatur helfen bzw aufklären könnten, wie man das Volksbegehren unterstützen kann, und die Fakten zu den Vorteilen des Rauchverbots mit anderen teilt.

Wenn man mehr Informationen zu dem Thema oder aktiv mitarbeiten möchte, kann man uns jederzeit über unsere Homepage erreichen und einfach per Mail anschreiben. Zusätzlich kann man uns auch auf Facebook, Instagram und Twitter folgen, Freund_innen und Bekannte einladen uns zu liken und unseren Newsletter abonnieren. Außerdem freuen wir über die Zusendung von Unterstützungsvideos oder Statements und bald kann man uns auch mit Crowdfunding finanziell unter die Arme greifen.